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02.01.2012 Interview mit Inhumate
Verfasser: ili



Das Death Feast Openair 2012 hielt die ein oder andere Überraschung für mich persönlich bereit. Die größte waren allerdings INHUMATE aus Frankreich. Ich muss gestehen, dass ich den Franzosen generell eine etwas groteske Ader zuschreibe, aber sowas wie Inhumate habe ich noch nie gesehen! Klar: Kotzende Musiker, blutbeschmierte Musiker. Sowas ist schon lange nicht mehr ungewöhnlich. Aber den Wahnsinn den Inhumate auf die Bühne brachten, war für mich bisher unbekannt. Nachdem ich den kompletten Auftritt der Band geschnitten hatte und mich somit für eine etwas längere Zeit mit der Musik der Jungs auseinander gesetzt hatte, musste ich einfach mal eine Email an Bassist und Bandleader Fred schreiben. Ich brauchte Antworten. Here we go:


Fred, das erste Mal, dass ich mit Inhumate in Berührung kam, war direkt live vor der Bühne, als ich eure Show gefilmt habe.
Nach dem ersten Song dachte ich wirklich, ihr verarscht das Publikum. Ich dachte, es wäre eine Parodie. Aber schon nach dem zweiten Song merkte ich, dass ihr es ernst meint. Dieser Wahnsinn und diese Performance, vor Allem die von eurem Frontmann hat mich wirklich fasziniert. Bitte erklär mir, wie man auf so eine heftige spielweise des Grindcore kommt. Hat sich das entwickelt, oder habt ihr von heute auf morgen beschlossen, eure Musik so extrem wie möglich zu performen? Außerdem interessiert mich, wie euer Gitarrist auf die Idee gekommen ist, seine Stimme so einzusetzen. Ich habe solche Vocals noch nie im Grindcore gehört.





Viele Fragen... ich versuche sie alle zu beantworten.
Wir haben die Show, die du gesehen hast über Jahre hinweg entwickelt. INHUMATE ist eine 20 Jahre alte Band. (Ich bin der Gründer
und das einzige Mitglied, das seit 1990 dabei ist.) Yannick (drums) und Christophe (vocals) spielen mit mir in der Band seit 1994. Du siehst also, dass wir genug Zeit hatten, unsere Art der Performance zu entwickeln. Damien stieß 1997 zu uns und er verstand auf Anhieb was das INHUMATE Feeling war. Du solltest wissen, dass wir alles selber machen. Wir haben kein Label im Rücken, das uns hilft. Sämtliche Promotion war unsere eigene harte Arbeit.
Das alles hat uns das Gefühl gegeben, dass eine Band krank rüber kommen muss, wenn sie brutale Musik macht! So und nicht anders! Posing gehört nicht in den Grindcore!
Ich hoffe, das verdeutlicht ein bisschen den Weg, wie wir zu der Performance gekommen sind, die du gesehen hast.
Noch was: Unsere Musik ist kein Scherz! Musik ist eine ernste Sache für uns. Sehr ernst. Viel ernster als die meisten denken würden.
Aber das zu erklären würde sicher den Rahmen sprengen. Vielleicht mal eines Tages bei einem Bier!
Zu Damien´s Vocals: Er verstand damals sofort, worum es uns in INHUMATE geht. Du musst dich vollkommen hingeben und das tat er mit seiner Stimme.



Wie sind die Reaktionen vom Publikum wenn ihr zB auf Festivals oder anderen gemischten Events spielt, wo nicht nur Grindcore Bands unterwegs sind? Nehmen euch die Metalheads wohlwollend auf oder müsst ihr euch das Publikum erkämpfen?

Normalerweise reagieren die Leute wie du. Sie denken erst, dass wir mit ein paar verrückten Aktionen auffallen wollen, aber wenn sie genauer hingucken, merken sie, dass etwas anderes auf der Bühne passiert. Das ändert ihre Meinung. Das letzte Mal, das sowas passiert ist, war auf dem WAY OF DARKNESS Fest in Deutschland. Da geht es mehr um old school Death Metal. Die Zuschauer waren anfangs etwas überrascht aber alles endete so übelst krank! Die haben mitgemacht. Genauso wollten wir es. Ich glaube, die meisten Metalheads sind openminded. Klar, wir treffen immer auf Leute, die uns nicht verstehen und die denken, wir wären verrückt. Aber das ist zum Glück nicht die Mehrzahl.



Was beduetet euch die Performance auf der Bühne. Plant ihr die Show oder kommt dieses extreme Abgehen natürlich aus euch raus?

Stage performance is « life » ! Zieh dir unsere Alben rein und du siehst, dass die Songs so klingen wie auf der Bühne. Unsere Musik lebt auf der Bühne! Extreme Musik entfaltet sich nur durch eine extreme Attitüde! Ich habe es ja schon vorher erwähnt. Diese heftige Show hat sich langsam herausgebildet. Wir versuchen jeden Gig so krank wie möglich zu machen. Immer heftiger als das Mal davor. Egal ob da 10 oder 2000 Menschen vor der Bühne stehen. Wir wollen die Show mit jedem Gig übertreffen. Nochmal, um zu verdeutlichen, warum ich sage, dass sich unsere kranke Performance langsam entwickelt hat: Christophe haut sich das Mikro seit allen Gigs, die wir seit 2001 gespielt haben auf die Stirn. Das ist seitdem in unserer Show, genau wie andere kranke Elemente, die sich ergeben haben.

Wie hast du das DEATH FEAST OPENAIR erlebt?

Sehr gut! Wir hatten eine gute Zeit dort. Beim ersten Death Feast hatten wir dort auch schon gespielt und es war einfach eine gute Zeit.


Ich persönlich finde ja, dass die Franzosen irgendwie sehr talentiert darin sind, immer neue Formen von Extremen zu entwickeln. Wenn man sich mal die verschiedenen Formen von Kunst ansieht, wie zB Filme, dann findet man besonders extreme französische Werke. Nimm zB den Film "Irreversible". Haben die Franzosen einfach keine Hemmungen, was extremen Stoff angeht, oder woran liegt das? Ist das jetzt nur mein Eindruck, oder könnt ihr auch was dazu sagen? In eurer Musik sehe ich auch dieses neue bzw. heftige Extrem und ich dachte wirklich "das müssen Franzosen sein". Seht ihr das ähnlich, oder liege ich da komplett daneben?

Oh, sorry, aber ich gucke keine Filme. Aber Damien wird dir gerne antworten:

Damien: Ich finde deine Sicht auf die Französische Kunst sehr interessant! Für mich ist Frankreich sehr ambivalent wenn es um Kunst geht. Dieses Land ist sehr konservativ. Hier werden Traditionen geliebt und gepflegt. Darum ist man hier neuen kunstformen gegenüber eher skeptisch. Vorallem die extreme und unkonventionelle Kunst werden hier abgelehnt. Filme sind meiner Meinung nach zu sehr im klassischen französischen Kino der 50er und 60er Jahre verwurzelt. Zum Glück haben einige Regiesseure vor 10 Jahren angefangen, extreme Filme zu drehen. Du hattest ja "Irreversible" erwähnt, aber schau dir auch mal "Calvaire" an, ein anderer wunderbar extremer französischer Film. Die Extreme Musik Szene ist recht aktiv hier. Als Beispiel: Die Extrem Metal Bands Blockheads, Untamed, Sublime Cadaveric Decomposition sind hier schon seit mehr 10 Jahren und länger aktiv. Du siehst also, das diese extreme Phase in etwa zeitgleich Musik und Filme beeinflusst hat. Ich glaube, der Grund für diese soziale, professionelle und politische Entwicklung ist, dass heutzutage viele Menschen in Frankreich mit den alten Traditionen brechen wollen und sich Luft verschaffen wollen. Wütende Menschen werden oft zu Künstlern. Und Wut war schon immer das beste Rohmaterial für extreme Kunst.



Was haben wir von Inhumate in Zukunft noch zu erwarten?

Wir haben die Songs für das sechste Album geschrieben. Wir wollen sie jetzt aufnehmen. Und das spielen von Gigs ist uns natürlich sehr wichtig! Checkt mal www.myspace.com/inhumate wenn ihr wissen wollt, wo wir demnächst spielen.
Und die Sache mit dem Bier steht noch aus! Dann reden wir nochmal darüber, was Musik uns wirklich bedeutet!

INQUISITION
Im September 2011 spielten Inquisition im Helvete in Oberhausen. Andi hatte die Gelegenheit sich mit Dagon zu unterhalten. Dabei entstand ein lockeres Gespräch über die Geschichte von Inquisition und darüber, was Sound und Technik für die Zweimann-Band bedeuten. Der Bandname mag Kontroversen auslösen, umso erstaunter waren wir, dass Dagon persönlich und etwas losgelöst aus dem "Kontext Inquisition" als umgänglicher Metalhead rüber kam, dem es vor Allem um die Musik geht. Hier im HMHTV-Blog nun das komplette Video-Interview.


LIFELOVER
Verfasser: ili

Nachdem ich gehört hatte, dass B. von Lifelover tot ist, musste ich daran denken, wie wir den Jungs im Helvete begegneten. Eigentlich hingen wir mit den Jungs von Tavaron Backstage rum. Die hatten nämlich die Ehre, das Konzert von Lifelover zu eröffnen. Nach einem kurzen Gespräch waren Lifelover allerdings bereit, uns ein Interview zu geben. Ich persönlich kannte Lifelover vorher gar nicht. David und Juri schleppten mich zu dem Konzert. Umso mehr beeindruckte mich das, was ich da auf der Bühne sah. Und noch mehr faszinierte mich, dass Lifelover mit ihrem seltsamen Suicide BM das Helevete ausverkauft hatten! Und was für Leute da im Publikum standen! Ich rechnete eher mit garstigen Underground Blackmetallern. Stattdessen sah ich unbedarfte, jungeTypen und super viele hübsche Mädels. Im Kontrast dazu dann die morbide und abgefahrene Show von Lifelover. Seltsame Erfahrung.

Mindestens genauso wie das Konzert überraschte mich die Offenheit der Jungs, im Gespräch mit uns. Bereitwillig erzählten sie darüber, wie sie zu Lifelover wurden. Sogar, was ihre Eltern dazu sagen. Dabei faszinierten mich besonders B. und Kim. Aber seht selbst.



10.11.2011

Heavy Metal Home TV verlost zwei Tickets für das METAL FORCES FESTIVAL in Lörrach. Beantwortet unsere Frage "In welcher Folge hat HMHTV zum ersten Mal über das Metal Forces berichtet" ? Wenn ihr die Antwort wißt, schickt sie per Email "ili ät hmhtv.de" oder facebook.com/hmhtv
Nach dem 15.11 losen wir die Gewinner aus.



METAL FORCES FESTIVAL
This year you will be rocked to the limit by:

TOKYO BLADE
IN SOLITUDE
VANDERBUYST
WITCHFYNDE
DESASTER
HANDS OF ORACLE
CRUEL FORCE

Be there!
26th of Novembre, 2011.
Location: Altes Wasserwerk
Town: Lörrach, Germany

www.metalforcesfestival.de

THE DEVIL´S BLOOD FANS AUFGEAPSST!
Am 11.11.2011 erscheint das neue Studioalbum von TDB. Vorab präsentiert die Band das Album auf einem speziellen Livekonzert in Köln. Dieses Konzert richtet sich an Presseverterter und Leute aus dem Musikbusiness. Der Zurtitt wird nur gewährt, wenn man auf der Gästeliste steht!

In Koopertaion mit Ván Records verlosen wir 1x zwei Gästelistenplätze für dieses Konzer! Wenn ihr echte TDB-Fans seid, dann solltet ihr Euch diese Chance auf keinen Fall entgehen lassen!
Alle weiteren Infos entnehmt ihr dem Video. Der Rechtsweg für diese Verlosung ist ausgeschlossen.

21.08.2011
Verfasser: ili

KNÜPPEL AUS DEM SACK! - Blastmaster Contest


Klar, Geschwindigkeit gehört einfach zum Death Metal und Grindcore dazu. Dabei legen die Drummer teilweise sportliche Höchstleistungen an den Tag. Da könnte man doch mal im großen Stil gucken, wer eigentlich der schnellste Blaster ist. Das dachte sich zumindest der August. Seines Zeichens Drummer bei Exumer und Drum-Laden-Besitzer (House of Drums). Das Death Feast Openair bot für so einen Contest natürlich den passenden Rahmen. Hier tummelt sich alljährlich schließlich die Speerspitze der Death- und Grind-Szene. An allen drei Festival-Tagen wurden hier Wettbewerbe an Snare-Drum und Double-Bass-Pedal ausgetragen. Es galt, in einer Minute so viele Anschläge wie möglich zu erzielen.
Bei den Füßen lag der Rekord um die 800 Anschläge in einer Minute. Die Höchstzahl bei den Hände war knapp 900 Anschlägen in der Minute. Dem Sieger winkte eine eigens dafür angefertigte edle Death Feast Snare-Drum.

Ich bin mir sicher, dass sich diese Idee auch auf anderen Festvials etablieren wird. Denn wie ihr in dem Video sehen könnt, ist die Jagd nach dem Geschwindigkeitsrekord recht unterhaltsam. Wir haben für euch das Finale des Blastmaster Contest dokumentiert. Die drei Besten traten dabei gegeneinander an:

Toni Merkel von SABIENDAS (link)

Marc Schumann von RETALIATION (link)

Kevin Foley von DISAVOWED (link) und BENIGHTED (link)


Seht selbst, wer gewonnen hat!



31.07.2011
Verfasser: ili

Eigentlich kannte ich DEUS INVERSUS gar nicht. Es war der erste Festival Tag vom Death Feast 2011. Es regnete, es war kalt und die Stimmung im grauen Licht und dem matschigen Boden erinnerte irgendwie an einen Endzeitfilm. Da stand dieser Typ -Dimitri- auf der Bühne. Er rauchte und fragte die Leute vor der Bühne, ob sie bereit wären für seine Show. Mit den Worten "dann nehme ich mein Gewehr" schnappte er sich seinen Bass und dann ging es los mit Klängen, die an alte Morbid Angel erinnerten. Mit so was hatte ich auf dem Death Feast echt nicht gerechnet. Hier ist man ja eher ultrag brutale oder verstörende Klänge gewohnt, aber bei Deus Inversus war authenthischer Old School Death Metal angesagt. Vielleicht sieht Dimitri seine Musik anders, aber ich habe mich auf angenehme Weise an frühen 90er Death Metal erinnert gefühlt. Eindrucksvoll haben Deus Inversus bewiesen, dass sie ihre Instrumente bestens beherrschen. Grund genug Dimitri nach der Show mal für ein Interview zu schnappen.
Und was soll ich sagen? Dimitri hat echt interessante Geschichten auf Lager. Ich als in Freiheit aufgewachsener Mensch kann mir echt nicht vorstellen, wie es "damals" (frühe 90er) in Russland abging.
Seht und hört selbst.



24. Juli 2011
Verfasser: ili


Der HMHTV-Blog startet mal wieder! Vielleicht kennen einige von euch den alten Google-Blog von uns? Der wird auch weiterhin mit Input versorgt, aber hier auf der Website solltet ihr schneller an Infos kommen.

Starten will ich mal mit einer Band, oder besser gesagt einem Musiker bei dem ich nicht weiß, was ich davon halten soll.
Wir waren mit HMHTV ja auf dem DEATH FEAST OPENAIR und da sind mir persönlich viele Bands aufgefallen, die ich erstmal verarbeiten muss ;) Eine davon ist BLOODSOAKED. Die Band besteht nur aus einem Typen. Er spielt Gitarre und grunzt. Im Hintergrund läuft der Bass und das Schlagzeug vom iPod. Das klingt erstmal ziemlich bescheuert, aber live hat es seltsamer Weise eine faszinierende Stimmung.
Als der Gig von BLOODSOAKED anfing, haben wir HMHTV-Jungs gedacht, dass es sich noch um den Soundcheck handeln würde. Aber nein, da steht Mutterseelen allein ein Typ auf der Bühne und klammert sich an seine Gitarre. Man ist irritiert und hält nach einem Drummer oder wenigstens Bassisten Aussschau. Aber vergebens! Der Typ steht da und zieht es durch. Anfangs musst ich noch schmunzeln, aber als ich dann gesehen habe, dass der Typ es ernst meint und vor allem, dass die Zuschauer abgehen, habe ich gechekt, dass man so auch Musik machen kann. Ziehts euch mal rein! Unten seht ihr ein Livevideo und ein Interview was wir mit (Peter) dem einzigen BLOODSOAKED-Mitglied gemacht haben.



BLOODSOAKED INTERVIEW


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